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Der aus Bozen stammende Komponist Vigilius Blasius Faitelli verdankte seine Anstellung als Hauskomponist am Haller Damenstift, das für seine qualitätsvolle Musikpflege berühmt war, nicht zuletzt seiner Fertigkeit in der „welschen Manier“ des Singens, also im virtuosen italienischen Gesangsstil seiner Zeit. Seine acht Motetten op. 2 wurden unter dem Titel „Octo dulcisona modulamina“ („acht süß klingende Melodien“) 1752 im Schweizer Benediktinerkloster St. Gallen gedruckt. Diese zugleich galanten und anspruchsvollen Solowerke repräsentieren den zeittypischen italienischen Typus der Solomotette mit Rezitativ, Arie und lebhaftem Schluss-Alleluja. Die Tiroler Barockinstrumentalisten unter der Leitung von Marian Polin interpretieren diese Kompositionen stilsicher und klangsensibel. Als Continuoinstrument kommt in dieser Einspielung die kürzlich gründlich restaurierte historische Orgel von Franz Greil (1771) in der Heiligblutkapelle des Zisterzienserstiftes Stams zum Einsatz.
Melanie Hirsch (Sopran), Ursula Eittinger (Alt), Michael Kranebitter (Bass)
Tiroler Barockinstrumentalisten, Marian Polin (Orgel und Leitung)
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