Jasmina CibicJasmina Cibic gehrt zu jener jungen Generation von politischen Knstler*innen, die sich kritisch mit dem Erbe des ehemaligen Jugoslawien auseinandersetzt. Most Favoured Nation ist die knstlerische Auseinandersetzung mit der Konstruktion von nationaler Identitt und den Wirkmechanismen von Soft Power eine indirekte Form von Machtausbung durch die Attraktivitt von Kunst und Architektur. Fr Kulturproduzent*innen besteht hier ein Dilemma: Werden sie zu
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Jasmina Cibic gehört zu jener jungen Generation von politischen Künstler*innen, die sich kritisch mit dem Erbe des ehemaligen Jugoslawien auseinandersetzt. Most Favoured Nation ist die künstlerische Auseinandersetzung mit der Konstruktion von nationaler Identität und den Wirkmechanismen von Soft Power – eine indirekte Form von Machtausübung durch die Attraktivität von Kunst und Architektur. Für Kulturproduzent*innen besteht hier ein Dilemma: Werden sie zu Kompliz*innen, wenn sie sich mit dem politischen System arrangieren? Cibic decodiert die komplexen Verflechtungen von politischen Zielen und kulturellem Kapital und übersetzt sie in raumfüllende Installationen, Performances und aufwendig produzierte Filme. Der Katalog spürt den immersiven Erfahrungen und der Theatralität von Cibics einnehmender Ausstellungsarchitektur in der Tradition von Debattiersalons nach.
JASMINA CIBIC (*1979, Ljubljana) arbeitet multimedial mit Film, Skulptur, Performance und Installation. 2013 repräsentierte sie Slowenien bei der 55. Biennale di Venezia, zuletzt waren ihre Arbeiten in Einzelausstellungen im Musée d’art contemporain – MAC Lyon, Museum Sztuki Łódź, Museum of Contemporary Art Ljubljana und CCA Glasgow zu sehen.