Ceal FloyerWer dem Werk der seit vielen Jahren in Berlin lebenden Ceal Floyer (*1968) das erste Mal begegnet, mag zunchst verwundert irritiert, schlielich begeistert sein. uerst durchdacht spielt die Knstlerin mit gewohnten Wahrnehmungsmustern, durchbricht sie mit feinster Ironie und einfachsten Mitteln. Ihre Werke sind produktive Irritationen, die mit eigener Logik einen offenen Prozess des Sehens und Denkens motivieren. So fhrt sie uns bereits mit der Arbeit
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Wer dem Werk der seit vielen Jahren in Berlin lebenden Ceal Floyer (*1968) das erste Mal begegnet, mag zunächst verwundert-irritiert, schließlich begeistert sein. Äußerst durchdacht spielt die Künstlerin mit gewohnten Wahrnehmungsmustern, durchbricht sie mit feinster Ironie und einfachsten Mitteln. Ihre Werke sind produktive Irritationen, die mit eigener Logik einen offenen Prozess des Sehens und Denkens motivieren. So führt sie uns bereits mit der Arbeit Light Switch (1992) buchstäblich hinters Licht und zeigt an einer Stelle des Raumes, an der sich ein Lichtschalter befinden könnte, das Lichtbild eines Lichtschalters. Lichtillusionen von Täuschung und Enttäuschung, die sich auch in späteren Werken wie der Overhead Projection (2006) wiederfinden. Hier scheint eine Glühbirne von der Decke des Raumes zu hängen, die in Wirklichkeit auf der Fläche des aufgestellten Overheadprojektors liegt. Erstmals werden in dieser Publikation 63 von Ceal Floyer selbst ausgewählte Werke systematisch dokumentiert. Mark Godfrey und Sergio Edelsztein, zwei ausgewiesene Kenner ihrer Kunst, sowie Tacita Dean als Künstlerkollegin und Freundin setzen sich mit ihrem Werk auseinander und regen uns zum Nachdenken an.