Martin NoelMartin Nol gehrt zu den bildenden Knstlern, die seit Ende der achtziger Jahre den Holzschnitt als genuines Medium wieder entdecken und weiterentwickeln. Sein Werk ist jedoch nicht auf den Holzschnitt zu reduzieren. Nol beschftigt sich eingehend mit Sehprozessen. Die Arbeiten des Knstlers zeigen kraftvoll gearbeitete Chiffren, Formen und Spuren, die er auf seinen ausgedehnten Reisen und Spaziergngen oder auch in Museen zunchst fotografisch oder als
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Martin Noël gehört zu den bildenden Künstlern, die seit Ende der achtziger Jahre den Holzschnitt als genuines Medium wieder entdecken und weiterentwickeln. Sein Werk ist jedoch nicht auf den Holzschnitt zu reduzieren. Noël beschäftigt sich eingehend mit Sehprozessen. Die Arbeiten des Künstlers zeigen kraftvoll gearbeitete Chiffren, Formen und Spuren, die er auf seinen ausgedehnten Reisen und Spaziergängen oder auch in Museen zunächst fotografisch oder als Skizze sammelt, um sie später zu überarbeiten, weiter zu reduzieren, in ihrer Zeichenhaftigkeit zu kondensieren. Ihre Positionierung im Bildraum verweist auf Kompositionsprinzipien des traditionellen japanischen Holzschnitts. Der Zeichner Noël erlebt im Holzschnitt eine Herausforderung durch die Widerstand leistende Sprödigkeit des Materials. Die permanente Beschäftigung mit den hölzernen Druckstöcken sensibilisierte ihn für deren plastische Qualitäten. Seit einigen Jahren schon ist der ursprüngliche Ausgangspunkt für Papierabzüge für den Künstler der eigentliche Bildträger, dem er in weiteren Bearbeitungsgängen Objektcharakter verleiht. Ausstellung: Museum Liner Appenzell 29.3.-29.6.2003